Die letzten Monate in Kanada. Eine kurze Reise zu den Niagarafällen bis zum Strandparadies Tofino.

Nun ist mein  Kanadajahr schon zu schnell zu einem Abschluss gekommen und ich hatte leider noch nicht die Zeit gefunden, den Blog zu aktualisieren. Meine letzten Erlebnisse möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten.

In den letzten beiden Monaten war ich in der Umgebung von Toronto unterwegs und auf Vancouver Island bis nach Tofino. Zu den wohl bekanntesten Sehenswürdigkeiten in unmittelbarer Nähe zu Toronto zählen die Niagarafälle. An der Grenze Kanadas (Ontario) und den USA (New York State) gelegen, werden die amerikanischen Wasserfälle (American und Bridal Veil Falls) und der kanadische Horseschuh-Wasserfall vom Niagara Fluss gespeist. Die Niagarafälle auf der amerikanischen Seite sind mit einer Länge von 260 m und einer Fallhöhe von ca. 30 m um einiges kleiner als die Horseshoefalls. Hier rauscht das Wasser über eine Breite von 670 m aus 57 m Höhe hinab.

_MG_7556.jpg

Die amerikanischen Niagarafälle.

_MG_7562.jpg

Die kanadischen Horseshoe Falls.

Die Niagarafälle sind nach der letzten großen Eiszeit vor ca. 12.000 Jahren entstanden als die übrig gebliebenen Gletscher sich auflösten und die großen Mengen an Schmelzwasser den Eriesee zum Überlaufen brachten.

_MG_7579.jpg

An der Wasserfallstufe kurz vor Sonnenuntergang.

Es ist wirklich beeindruckend, dass man direkt bis an den Wasserfall herangehen kann. Die unglaubliche Kraft der tosenden Wassermassen sind ein einzigartiges Erlebnis.

Die Niagara Halbinsel ist berühmt für den Weinanbau, hier wird sogar eine bestimmte Weißweinsorte aus der Niagara-Weinrebe angebaut. Desweiteren wird im weltweiten Vergleich hier der mengenmäßig höchste Anteil an Eiswein produziert.

_MG_7551.jpg

Weinanbau auf der Niagara-Halbinsel.

_MG_7548.jpg

Zur Weinverköstigung im Weinlager.

Am anderen Ende des Niagaraflusses erreicht man den Ontariosee an dem die mit knapp 3 Millionen Einwohnern einwohnerreichste und größte kanadische Stadt Toronto liegt.

_MG_7607.jpg

Toronto von der Algonquin Insel aus gesehen. Prägendes Gebäude der Stadt ist der CN-Tower.

Ahornsirup

Die Provinz Ontario ist berühmt für ihren Ahornsirup, nur Quebec stellt mengenmäßig den meisten Sirup her. Er wird vom Zuckerahorn (Acer saccharum) gewonnen, der in einem begrenzten Klimagebiet im Südosten Nordamerikas vorkommt, gewonnen. Um sich die Herstellung aus der Nähe anzusehen fuhren wir in eine nahe Toronto gelegene Ahornsirup-Farm

_MG_7608.jpg

Die Ahornsirupfarm der Horton Familie.

_MG_7610.jpg

Wie es sich für einen Farmer gehört, wird die Gruppe am Eingang mit dem Trekker zur Farm gebracht.

mg_7615.jpg

Wie genau die Ahornsirup-Herstellung funktioniert, wurde allen Besuchern anschaulich vorgeführt.

_MG_7619.jpg

Zur Gewinnung des Ahornsirups benutzten die kanadischen Ureinwohner noch Auffangbehältnisse aus Birkenrinde. Der Baumsaft wurde dann in Stämmen mittels heißen Steinen erhitzt, bis er nach einer langen Erhitzungsprozedur zu Sirup oder Zucker wurde.

Für die Indianer war die Ahornsirupgewinnung ein spirituelles Ereignis:
Es repräsentiert das Gleichgewicht zwischen Mann und Frau. Der Baumsaft stellt dabei die Frau dar, während das Feuer den Mann charakterisiert. Wenn diese Einheit in perfekte Balance gebracht werden, entsteht der goldene Saft – das Kind.

Die in Kanada ankommenden Siedler kopierten die Praktiken der Ureinwohner, wobei sie mit gusseisernen Kesseln den Syrup deutlich schneller gewinnen konnten.

_MG_7625.jpg

Nachbildung eines Pionierlagers zur Sirupherstellung.

Für die Pioniere war der Sirup eine wichtige Nahrungsquelle und Zuverdienst. Hier wurde die Saftentnahme als Frühlingsbeginn in großen Zusammenkünften gefeiert. Die Sirupgewinnung ist sehr aufwendig und nimmt einige Zeit in Anspruch: aus 30 bis 40 Litern Baumsaft, wird letztendlich nur 1 Liter Sirup gewonnen.

_MG_7624.jpg

Mit diesem Evaporator werden bei heißem Feuer 4 Liter Sirup aller 4 Stunden hergestellt.

Heutzutage wird der Ahornsirup in großem Stil hergestellt, wobei die Ahornbäume über ein Schlauchsystem miteinander verbunden sind und der Saft zentral gesammelt werden kann.

_MG_7629.jpg

Auf der Horton Tree Farm werden finden noch beide Praktiken Anwendung: Das Schlauchsystem und das händische Einsammeln über die Zapfeimer (unteres Bild).

_MG_7636.jpg

 

_MG_7635.jpg

Zu guter Letzt gab es köstliche Eierkuchen mit frisch gezapftem Ahornsirup.

Vancouver Island

Kurz vor der Abreise nach Deutschland sollte es noch einmal nach Vancouver Island gehen, hatte ich doch am Beginn meiner Reise es nur bis nach Victoria geschafft. Gesagt, getan, wurde ein Auto in Victoria gemietet und los ging es Richtung Tofino und dem Pacific Rim Nationalpark.

_MG_7818.jpg

Blick auf den Pazifik kurz vor Nanaimo.

Ein must-see Zwischenstopp wurde im MacMillan Provincial Park eingelegt, in dem im sogenannten Cathedral Grove über 800 Jahre alte Douglasien zu bestaunen sind.

_MG_7821.jpg

Schon am Eingang wird deutlich wie riesig diese Bäume sind. Stämme so hoch wie die parkenden Autos.

_MG_7838.jpg

Ein Traum für jeden Naturliebhaber.

_MG_7845.jpg

_MG_7853.jpg

Der „Big Tree“ – eine 800 Jahre Douglasie, 76 m hoch und ein Umfang von über 9 m! Bereits als Christoph Columbus Amerika entdeckte, war dieser Baum bereits über 300 Jahre alt.

Auf dem engen Pacific Rim Highway 4 bieten sich immer wieder Anhaltspunkte mit atemberaubender Natur. Nicht selten hat man neben der Straße größere und kleinere Wasserfälle oder kleine Seen. Die Flüsse sind ein wichtiges Lachsareal.

_MG_7933.jpg

Wasserströme entlang des Pacific Rim Highways.

_MG_7923.jpg

Tofino ist ein sehr ruhiger kleiner Fischerort, der sich in der heutigen Zeit mit guten Surfbedingungen und atemberaubenden Stränden einen Namen gemacht hat.

_MG_7861.jpg

Strandpanorama bei Tofino.

_MG_7884.jpg_MG_7885.jpg

_MG_7883.jpg

Viele Wandermöglichkeiten, wobei man über einige Holzpfade zu den Stränden gelangt.

_MG_7882.jpg

 

Mein Kanada-Abenteuer geht nun leider mit diesen Bildern zu Ende. Ich hatte eine wunderschöne Zeit, die ich nie vergessen werde. Vielen herzlichen Dank für euer Interesse an meinem kleinem Blog!

_MG_6097.jpg

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Advertisements

Von Ottawa in das französische Quebec.

Von der Hauptstadt Kanadas ging es nach drei schönen Tagen weiter in den französischsprachigen Teil. Ich hatte einige Sorgen, da meine Französischkentnisse gleich null sind, aber die Mehrheit der Frankokanadier spricht natürlich Englisch. Überquert man die Brücke von Ottawa nach Gatineau ist man bereits nach wenigen Minuten in der Provinz Quebec. Augenscheinlich ist sofort alles in französischer Sprache – die erste Amtsprache des frankokanadischenTeils.
Nach der sogenannten „Stillen Revolution“ in den 1960er Jahren ist Quebec noch französischer geworden, denn Sprachengesetze schreiben die visuelle Vorherrschaft der französischen Sprache vor.
Der Name „Quebec“ stammt von den Algonquin-Indianern, dessen Wort „kebec“ ungefähr „wo der Fluss eingeengt wird“ bedeutet. Diese Beschreibung galt für die unmittelbare Region der Stadt Quebec direkt am Sankt-Lorenz-Strom.
Nach ungefähr 3 Stunden Autofahrt erreicht man Montreal; eine Stadt, die sich der höchsten Konzentration von historischen Gebäuden in Nordamerika rühmt und einst durch den Pelzhandel, den Reichtum für die ehemalige französische Kolonie bereitstellte. Das wohl bekannteste Gebäude in Montreal ist wohl die Basilika Notre-Dame, die wir am ersten Tag besuchten.

_MG_7405-2592x3888

Die Basilika Notre Dame.

_MG_7398-3888x2592

_MG_7396-2592x3888

Eindrucksvolle Innenarchitektur, die durch die Sainte-Chapelle, der königlichen Kapelle in Paris beeinflusst wurde.

In der Innenstadt von Montreal treffen alte und moderne Bauten in konträren Formen aufeinander:

mg_7406-3888x2592-1.jpg

_MG_7410

Alter Kirchturm inmitten von Hochhäusern.

Weitere Sehenswürdigkeiten neben der Innenstadt sind der Olympiapark, wo 1976 zum ersten Mal die olympischen Sommerspiele in einer kanadischen Stadt ausgetragen wurden.
_MG_7412-3888x2592

_MG_7416-3888x2592

Überblick über den Olympiapark.

Weiter ging es in den fernen Osten Kanadas, nächster Halt Quebec Stadt, der Hauptstadt der neufranzösischen Provinz. Im Jahr 1608 gegründet von Samuel de Champlain, ist sie eine der ältesten Städte Nordamerikas. Desweiteren ist sie aufgrund ihrer erhaltenen Stadtmauern, die einzigste befestigte Stadt im Norden Amerikas. Die historische Altstadt am Sankt-Lorenz-Strom wurde deshalb zu einer UNESCO Welterbestätte ausgezeichnet.

_MG_7360-3888x2592

Blick auf die Altstadt mit dem alles überragenden Hotel Le Chateau Frontenac.

_MG_7359-3888x2592

Der Sankt-Lorenz-Strom ist noch immer teilweise vereist.

_MG_7379-2592x3888

Europäisch-Französischer Flair in den Seitengassen.

IMG_1455

Das französische Erbe ist in Quebec noch lebendig, sei es in den Straßen oder in den vielen Restaurants (die Crepes schmecken hervorragend ;-).

_MG_7357-3888x2592

In der Markthalle „Marche du vieux port“ kann man täglich frische Produkte aus der Region erwerben.

_MG_7371-3888x2592

Im Hintergrund sind ist die alte Stadtmauer zu sehen, das Tor zur Altstadt Quebecs.

 

 

 

Die Zitadelle
Die heutige ca. 16 Hektar große Verteidigungsanlage wurde erst 1831 vollendet, nachdem sie durch die Eroberung der Britischen Armee stark beschädigt wurde. Sie wurde nach dem europäischen Stil der Festungsanlagen im 17. Jahrhundert entworfen, von denen aus über Wälle, Gräben und Mauern hinweggeschossen werden konnte. Noch heute dient sie dem kanadischen Militär und beherbergt das Royal 22nd Regiment, eine französisch sprechende Eliteeinheit.

_MG_7365-3888x2592

Die Zitadelle von Quebec.

_MG_7394-2592x3888

Außerhalb von Quebec lassen sich der 84 m hohe Montmorency Wasserfalls besichtigen.

 

 

 

Im Osten Kanadas – in der Hauptstadt Ottawa.

Nach dem wundervollen Aufenthalt in Yellowknife sollte es nach einem kurzen Zwischenstopp in Calgary weiter zur kanadischen Hauptstadt Ottawa gehen, um die östliche Hälfte Kanadas zu erkunden. Nicht nur die Parlamentsgebäude sind hier eine Reise wert, die vielen kulturellen Möglichkeiten wie weltbekannte Museen und der Mix aus tradtioneller und moderner Architektur mit viel Grün laden zum Verweilen ein. Vom Holzfällerort, gegründet im 18. Jahrhundert, über Basisstation der Royal British Navy, hat sich Ottawa zum politischen Zentrum Kanadas entwickelt. Königin Victoria hatte Ottawa zur neuen Hauptstadt der damaligen United Province of Canada gewählt, ganz zum Entsetzen der Leute von Quebec und Toronto, deren Stadtstruktur deutlich entwickelter war. Geostrategisch war es im Nachhinein eine gute Entscheidung, da die Stadt vor dem Angriff der Amerikaner geschützt war und zu seiner unmittelbaren Nähe zum französisch-kanadischen Teil in politischen Konflikten beider Seiten vermitteln konnte.

_MG_7131-2592x3888.JPG

Das National War Memorial, unterhalb des Parliament Hill.

_MG_7128-3888x2592

„Confederation Square“ – Die kanadische Konförderation und ihre Provinzflaggen.

_MG_7137-3888x2592

Das Parlamentsgebäude mit dem 90 m hohen Peacetower an der Wellington Street.

Am ersten Tag stand zunächst das Parlamentsgebäude auf dem Programm. Hier werden stündlich Führungen in Englischer und Französischer Sprache kostenlos angeboten. Die Tickets dafür kann man sich von der Touristeninformation besorgen, die direkt gegenüber vom Parlament liegt. Nach einer straffen Sicherheitskontrolle, ähnlich der Flughafenkontrolle startet auch sogleich die Führung, die im Foyer des Parlaments beginnt.

_MG_7154-3888x2592

Die kanadische Monarchie: obwohl rechtlich eigenständig, wird Kanada als Teil des Commenwealth durch das britische Königshaus regiert.

_MG_7161-2592x3888

Der kanadische Senat. Im hinteren Bildteil nimmt das britische Königshaus Platz.

_MG_7150-3888x2592

Die Parlamentsbibliothek, wunderschön gestaltet.

_MG_7151-3888x2592

Deckenverzierung in der Bibliothek.

_MG_7167.JPG

Überblick über Gatineau und dem Ottawa River vom Peacetower.

Zum Schluss der Führung konnten wir eine Sitzung des Parlaments im „House of Commons“ (Unterkammer) auf den Besucherrängen hautnah mitverfolgen. Leider kann ich hiervon keine Bilder zeigen – alle Gegenstände muss man vorher beim Wachschutz abgeben. Das House of Commons ist dem britischen Unterhaus nachempfunden, wobei sich die Regierung und die Opposition gegenübersitzen. Die Debatte über ein sehr nachteilhaftes Bezahlsystem, was zu einer späten oder gar ausbleibender Bezahlung von Kanadiern führte, wurde teilweise sehr hitzig und emotional geführt – ganz anders als im Deutschen Bundestag.

_MG_7232-3888x2592

Parliaments Hill von der Pont du Portage Brücke aus gesehen.

 

Ottawa hat einige der besten Museen Kanadas und der Welt zu bieten, so konnte ich mir das Canadian Museum of Nature, das Canadian Museum of History, das Canadian War Museum und das Canadian Aviation and Space Museum nicht entgehen lassen:

Das Naturhistorische Museum ist großartig, hier wird die Entstehung des Lebens von Anfang an sehr anschaulich erklärt – von den marinen Cyanobakterien, die den ersten Sauerstoff in die Atmosphäre lieferten, bis zu eindrucksvollen Exponaten heutiger Großsäugerarten (ein Blauwalskelett ist hier in Lebensgröße ausgestellt!).

 

Im Geschichtsmuseum Kanadas widmet man eine ganze Etage den Ureinwohnern, mit einer riesigen Schauhalle, in denen verschiedene Baustile der Indianerstämme originalgetreu nachgebaut wurden. Leider gibt es noch immer viele Nachteile für die Ureinwohner, was im Museum teilweise angesprochen wird. Dargestellt werden z.B. auch die schrecklichen Ereignisse, in denen über 100 Jahre (bis 1998!), Kinder von Ureinwohnern in Zwangs-Umerziehungsanstalten verbracht wurden und ihnen unter miserablen Umständen bzw. Folter  ihre Kultur langsam genommen wurde. Die kanadische Regierung hat besonders unter der jetzigen Regierung versucht, diese schreckliche Geschichte aufzuarbeiten und die Wunden weitgehend zu heilen. Leider ist das Verbrechen an den Ureinwohnern nicht nur ein nordamerikanisches Problem. Eigentlich ist ein Tag in diesem Museum viel zu kurz, um die ganze kanadische Geschichte zu erleben.

 

 

_MG_7182-3888x2592

Das Canadian War Museum befindet sich westlich vom Parliament Hill unweit dem Ottawa River.

Im Kriegshistorischen Museum wird die kriegerische Vergangenheit Kanadas wiederbelebt. Sogar ein Teil der Berliner Mauer ist hier zu sehen.

 

Zu guter Letzt lohnt sich ein Besuch im Aviation and Space Museum. Nirgendwo sonst lassen sich soviele Exponate der kanadischen Luft- und Raumfahrt betrachten. Dargestellt ist hier auch der erste „Canadarm“, der Robotikarm, der es den Spaceshuttlen ermöglichte, Gegenstände im Orbit zu verfrachten und dessen Nachfolger auf der Internationalen Raumstation installiert ist.

 

 

 

Im hohen Norden Kanadas – über Polarlichter und Eisfischen in Yellowknife.

Vor zwei Wochen war es dann endlich soweit – es ging mit dem Flugzeug von Calgary nach Yellowknife, dem Regierungssitz der Northwestern Territories und wohl einer der besten Orte um Polarlichter zu beobachten!

_MG_6971-Edit_converted

Die Stadt des „Gelben Messers“.

_MG_6884-Edit_converted

Überblick von Yellowknife vom „Bush Pilots Monument“.

Die Stadt befindet sich am Nordufer des Großen Sklavensees, dem mit 614 m tiefsten Sees Nordamerikas. Die kanadischen Ureinwohner in der Yellowknife Region gaben der Stadt ihren Namen, aufgrund ihrer gelblich erscheinenden Kupfermesser. Erst ab 1933 wurde die Region von der kanadischen Regierung kontrolliert. Dafür wurden zahlreiche Polizeistationen der Royal Canadian Mounted Police (RCMP), der kanadischen Bundespolizei, gegründet. Im Kulturmuseum des „Prince of Wales Northern Heritage Centre“ wird dessen Geschichte eindrucksvoll dargestellt. Die im kalten Norden stationierten Polizisten bekamen Unterstützung durch erfahrene Einheimische, ohne die sie auf ihren Erkundungstouren den langen, kalten Winter mit überraschenden Schneestürmen nicht überlebt hätten.

_MG_6986-Edit

Ein nachgestellter Hundeschlitten der Royal Canadian Mounted Police.

In der Region gab es zahlreiche Goldminen, die Yellowknife immer wieder mal zu einem kleinem Goldrausch und ansteigenden Bevölkerungszahlen verhalfen. Im Jahr 1991 wurden 300 km nördlich von Yellowknife reichhaltige Diamentenvorkommen entdeckt. Die Bergminen werden im Winter über Eisstraßen versorgt. 90 Prozent des Versorgungsweges mit übergroßen LKWs führen über zugefrorene Seen.

_MG_6887-Edit

Fluglandebahn und Eisstraße auf dem Great Slave Lake.

So blieb der Bergbau bis zur heutigen Zeit ein wichtiger Arbeitgeber für die Region, was aber auch eine Reihe von Umweltproblemen mit sich brachte. Für die Identifizierung und Reinigung der wertvollen Gesteine werden zahlreiche hochgiftige Chemikalien eingesetzt, die nicht immer von der Umwelt ferngehalten werden können. Die größten Probleme bereiten Schwefelverbindungen, Schwermetalle (u.a. Arsen, Cadmium, Quecksilber) und chlorierte Kohlenwasserstoffe – Umweltverschmutzungen und eine Anreicherung in der Nahrungskette sind nur einige Beispiele.

Unsere Unterkunft befand sich direkt im indigenen Territorium, so dass der Herbergs-vater als Stammesangehöriger der Dene-Ureinwohner eine Menge zu berichten hatte. Angekommen am Flughafen wurde man stilecht vom Eisbären begrüßt. Dann ging es zunächst zur Autovermietung – Ich war schon ganz gespannt, wie sich das Autofahren im hohen Norden gestaltet mit garantiert vereisten Straßen. Salzstreuen ist bei den dortigen Minustemperaturen von nicht selten bis – 40 Grad nicht mehr möglich. So gab es zur Autostandardausrüstung zugleich die nötige Winterausrüstung mit Verlängerungskabel für die Batterie dazu. Über Nacht muss die Autobatterie hier unbedingt angeschlossen werden. Ich war froh, dass die Autovermietung das Auto schon 10 Minuten voher startete, so dass es bereits einigermaßen warm war. Draußen vor dem Flughafen-Terminal erwartete uns bereits der erste Schneesturm mit eisigen Temperaturen.

IMG_1392

Begrüßung vom Eisbär.

In den nächsten Tagen hieß es dann die Wettervorhersagen, insbesondere der Wolkendichte und der Sonnenwind-Intensität zu beobachten. Die Polarlichter sind in Yellowknife zwar regelmäßig zu beobachten, doch je besser man vorbereitet ist, desto besser werden die Chancen. Mit dem Auto ging es dann auf dem Ingraham Trail entlang zahlreicher Seen. Am ersten Tag war es leider die ganze Nacht zu bewölkt, so dass wir keine Polarlichter entdecken konnten. In den nächsten Tagen sollte das Wetter besser werden, mit nur vereinzelten Wolken im Himmel. Pünklich kurz nach Mitternacht zeigte sich dann dieses wunderschöne Naturschauspiel der tanzenden Nordlichter. Es ist kaum zu beschreiben, wie fantastisch es ist, die ständig wechselnden Farbschleier zu bestaunen.

_MG_6948-Edit_converted

Zurück an der Unterkunft, konnten wir hier sogar fast die ganze Nacht über Polarlichter beobachten! Hier scheint fast grüner Rauch aus dem Tipi hervorzusteigen.

Nach einer langen Nachtschicht und Polarlichterträumen ging es wohlgeruht am Nachmittag zum Eisfischen. Gut, dass man sich in Yellowknife ordentliche Wintersachen zum günstigen Preis von Canada Goose ausleihen kann. Diese Arktis-Expeditionssachen hielten selbst bei gefühlten -47 Grad gut warm! Die Netze zum Eisfischen wurden bereits zusammen mit William, einem verwandten vom Herbergsvater, am Vortag ausgelegt.

Der Fang hat sich für uns gelohnt und wurde zu einer wohlschmeckenden Fischsuppe und gebratenem Fisch verarbeitet.

IMG_1508

Bob bei der Fischzubereitung.

An den sehr kalten Tagen bietet das Prince of Wales Northern Heritage Museum einen interessanten Einblick in die Geschichte der Northwestern Territories Kanadas.

_MG_7004-Edit

Dieses Boot wurde von Ureinwohnern aus Holz und Elchhaut gefertigt.

_MG_6982-Edit

Traditionelle Bekleidung.

 

Im nächsten Beitrag geht es in zu einer kleinen Städtereise in den südlichen Osten Kanadas, von der Hauptstadt Ottawa bis nach Quebec an den Sankt Lorenz Strom.

Eis-/ Schneekunst in Banff und Lake Louise

Am 18. bis 28. Januar gab es in Banff einige sehenswerte Schneeskulpturen zu bewundern. Dazu trafen sich einige der besten Schneebildhauer Kanadas, um diese schönen Kunstwerke aus den Schneeblöcken zu zaubern.

_MG_6708-3888x2592.JPG

_MG_6715-3888x2592_MG_6714-2592x3888_MG_6718-3888x2592_MG_6713-2592x3888_MG_6722-3888x2592.JPGDas nächste Winterkunstereignis fand zur gleichen Zeit in Lake Louise statt. Hier trafen sich die besten Eiskünstler aus aller Welt zum jährlichen „Magic Ice Festival“, dass seit 20 Jahren stattfindet. Vor dem luxuriösen Fairmont Hotel gab es für die Gäste wahrhaft magisches zu sehen:

_MG_6671_MG_6664-3888x2592_MG_6684-2592x3888_MG_6663-3888x2592_MG_6677-2592x3888_MG_6685-3888x2592_MG_6667-3888x2592_MG_6673-2592x3888_MG_6681-2592x3888_MG_6666-2592x3888

_MG_6706-3888x2592_MG_6694-3888x2592

Edmonton Ice Castles.

_MG_6620-3888x2592

Edmonton – das Tor zu Kanadas Norden.

Am 4. und 5. Januar war ein Besuch in Alberta’s Hauptstadt geplant. Hier luden die sogenannten Eisburgen („Ice Castles“) zu einem wahrhaft magischen Besuch ein.

Die Idee solche Eisburgen zu erschaffen, wurde von einem US-amerikanischen Unternehmen begründet – Edmonton wurde die erste kanadische Stadt in der diese Burgen installiert wurden. Dabei werden nur Wasser und Eiszapfen eingesetzt und man braucht natürlich eine längere Zeit sehr kalte Temperaturen, wofür Edmonton gute Voraussetzungen bietet – mit zum Teil unter -30 Grad in den letzten Wochen. Die Kunstwerke können sich wirklich sehen lassen. Eine atemberaubende Kulisse ist entstanden.

_MG_6621-2592x3888_MG_6637-3888x2592_MG_6633-2592x3888_MG_6625-2592x3888_MG_6629-3888x2592_MG_6635-3888x2592_MG_6626-2592x3888_MG_6647-3888x2592_MG_6632-2592x3888_MG_6638_MG_6636-2592x3888_MG_6650-2592x3888_MG_6651-2592x3888

Als kleiner Abstecher soltte es dann zum größten Shopping Center Nordamerikas gehen. Ich bin eigentlich gar kein Freund von Shopping Centern, aber diesen Wahnsinn musste ich mir einmal persönlich anschauen. Im besagten Großraumladen gibt es wirklich allerhand zu entdecken, nicht nur zum shoppen. Um die Leute bei Shoppinglaune zu halten gibt es sogar eine Eislaufarena, ein riesen Schwimmbad und ein Kapitän hat sich hier auch mit seinem alten Holzschiff verfahren.

_MG_6614-3888x2592_MG_6618_MG_6616IMG_7908

Santa Claus Parade und ein Besuch bei der Geburtstätte der kanadischen Nationalparke.

Nun hab ich schon länger nichts mehr von mir in diesem Blog hören lassen und so schnell neigt sich das Jahr 2017 auch dem Ende entgegen. Ich hoffe ihr hattet eine schöne Weihnachtszeit! Die Weihnachtsvorfreude begann in Banff bereits Mitte November, wo eine Santa Claus Parade veranstaltet wurde:

_MG_6499-3888x2592

Die Wagen reihen sich in die Kolonne.

_MG_6508-2592x3888

Santa Claus XXL.

_MG_6514-3888x2592

Interessante Wagenkonstruktionen.

_MG_6503-3888x2592

Die Weihnachtsfeuerwehr kommt angefahren.

_MG_6520-Edit

Die Nationalparkbehörde des Banff Nationalparks hatte ihren Umzugswagen mit dem weihnachtlich geschmückten Wappentier, dem Biber, auffahren lassen.

Tausende Menschen standen entlang der Hauptstraße, um den Umzug beizuwohnen.

Mitte Dezember ging es dann zu den Banff Cave and Basin, dem Ursprungsort von Banff und dem ersten Nationalpark Kanadas. Die Unterwasserhöhle mit heißer Quelle war den heimischen indianischen Stämmen lange vor der Entdeckung im Jahre 1859 bekannt, als James Hector auf der Palliser Expedition die Quelle zum ersten Mal schriftlich erwähnte. Nationales Aufsehen erregten aber erst Mitarbeiter der Canadian Pacific Railways, die mit Hilfe eines Baumes zu der Quelle abstiegen und eine Geldeinnahmequelle witterten. Um einen Privatanspruch anzumelden wurde eine kleine Hütte neben dem Eingang errichtet. Der Versuch die Fläche privatisieren zu wollen, wurde zugleich von der Regierung unterbunden. So kam es, dass das erste Schutzgebiet um die Stätte errichtet wurde – der Ausgangspunkt für das kanadische Nationalparksystem war damit gelegt.

_MG_6551-Edit

Banff Cave and Basin.

1914 wurde eine Badestätte errichtet, die heißes Wasser aus den Quellen ableitete. Diese war bis zum Jahr 1994 im Betrieb.

_MG_6576.JPG

Die historische Badeanstalt wurde bis heute erhalten.

In den Nebengebäuden sind nun ein Museum untergebracht, welches die geologische Entstehung und die Entwicklung von Banff beschreibt.

_MG_6564.JPG

Museumshalle im Nebeneingang.

Eine Besonderheit der heißen Schwefelquellen: hier kommt die sogenannte „Banff springs snail“ (Banff-Quellen-Schnecke) vor – sie ist weltweit einzigartig. Zu sehen ist sie aber kaum, die größten Schnecken werden nur bis zu 1 cm groß. Die Schneckenart wurde erst im Jahr 1926 entdeckt. Seit dieser Zeit ist ihre Population stark zusammengeschrumpft. Mit der Schließung des Badebetriebes haben sich die Zahlen langsam wieder erholt.

Ich wünsche allen ein gesundes und erfolgreiches Neues Jahr 2018!

 

 

 

Erste Wintereindrücke.

Der Winter kommt recht schnell in den Rocky Mountains, so dass wir schon Mitte Oktober kurzzeitig 15 cm Schnee bekamen. Die waren aber in den nächsten warmen Tagen rasch wieder geschmolzen. Kurzzeitig hatten wir im Oktober unter -20 Grad. Das ist mal was anderes im Herbst! Ich mag den Winter und den Schnee, doch leider war der goldene Herbst – meine liebste Jahreszeit – dann etwas zu kurz für mich. Die ersten Wintereindrücke:

IMG_0320

Der Tunnel Mountain (Sleeping Buffallo) im ersten Schnee.

_MG_6436-Edit

Der Peyto-Lake: Kristallklares Wasser vor grandioser Bergkulisse.

_MG_6458-3888x2592

Columbia Icefield nach dem ersten Schneesturm des Jahres. Das Gletschereis ist nun nicht mehr zu sehen.

20171115_090412

Dickhornschafe auf der Futtersuche.

Rocky Mountain Road Trip – Teil 4

Zurück in Banff erholten wir uns erst einmal kurz von der recht langen Autoreise – in den letzten Tagen hatten wir eine gute Strecke zurückgelegt!

In der unmittelbaren Umgebung von Banff gibt es unzählige Wanderungen und Tagesausflüge. Einen Tag sollte es in die nächste Ortschaft, genauer gesagt nach Canmore gehen, wo es im Grotto Canyon bis zu 1500 Jahre alte Felszeichnungen (die Altersdatierungen variieren von Quelle zu Quelle) der Ureinwohner Kanadas zu bestaunen gibt.

_MG_6318-3888x2592

Der Wanderweg führte vom Parkplatz aus zunächst in ein trockenes Flussbett. Hier ist zur Schneeschmelze bestimmt einiges in Bewegung.

_MG_6328-2592x3888.JPG

Eingang zum Canyon.

_MG_6334-3888x2592.JPG

Eine Vielzahl von Besuchern haben „Steinmenschen“ errichtet.

Die Felszeichnungen liegen relativ am Ende des Canyon, bevor es zu einem kleinen Wasserfall geht, der in der Winterzeit ein beliebtes Ausflugsziel für Eiskletterer ist.

Erstaunlicherweise sind die Felszeichnungen (Piktographen) nicht abgesperrt und frei zugänglich! Die Malereien sind schon ziemlich ausgebleicht, bedenkt man aber den Zeitraum und die wohl vielen Berührungen der Besucher, ist der Zustand sehr gut. Die Piktographen in der Region geben den Historikern noch immer einige Rätsel. Die Figuren zeigen eine tiefe spirituelle Verbindung zur Natur im Bow Valley Gebiet, welche sich in den Tier-Mensch-Bildern widerspiegelt.

_MG_6341-2592x3888

Eine besondere Kiefernart gibt es hier auch zu sehen: Die Nevada-Kiefer (Pinus flexilis).

_MG_6317-3888x2592

Auf dem Rückweg hatten wir einen herrlichen Blick auf Canmore mit einer fantastischen Herbstfärbung.

Alberta Badlands

Am nächsten Tag ging es dann Richtung Calgary, wo wir uns eine besondere Landschaftsausprägung anschauen wollten: Die „Alberta Badlands“.  Die sogenannten Badlands entstehen, wenn leicht erodierbare Sedimentgesteine wie Schiefer, Schluff und Sandstein den Naturkräften ausgesetzt sind.

_MG_6241-3888x2592

Einfahrt in die „Badlands“.

Die Landschaft ist phänomenal, solche Strukturen hatte ich bis dato noch nicht gesehen. Fast als ob man auf einem anderen Planeten gelandet ist. Großteile der Badlands in Alberta entstanden zum Ende der späten „Wisconsin“-Eiszeit vor 14.000 Jahren, als die Eisdecken rasant abschmolzen und das schlagartig verfügbare Gletscherwasser die Landschaft förmlich einschnitt. Die Resultate lassen sich an den steilen Talwänden im Red Deer-Flusstal erkennen, wo das Wasser die weichen oberen Kreidegesteine abtrug.

Eine besondere Gesteinsform sind die „Hoodoos“, die wie versteinerte Menschen mit einem überdimensionierten Kopf aussehen.

_MG_6243-3888x2592.JPG

Einige „Hoodoo“-Menschen.

Die Hoodoos werden durch besondere Erosionsprozesse hervorgerufen, wobei der obere Bereich aus schlechter erodierbarem Gestein besteht, im Gegensatz zum restlichen Körper. Dadurch wird der „Körper“ deutlich schneller zersetzt und es enstehen die Steinmenschen. Die Hoodos lassen sich vor allem in der Nähe zu Flüssen finden.

Nicht nur die außergewöhnliche Landschaft ist hier sehenswert, die Alberta Badlands sind desweiteren ein Traum für jeden Dinosaurier-Fan! Hier wurden bis heute einige der bedeutensten Fossilienfunde der Welt gemacht. So gibt es hier auch einen Dinosaurier-Trail, den man mit dem Auto abfahren kann. Führungen zu den Ausgrabungsstellen werden aber leider nur im Sommer bis zum Frühherbst angeboten, so dass wir dafür etwas zu spät vor Ort waren.

Zum Glück kann man eine Vielzahl der gefundenen Exponate im berühmten Royal-Tyrrell-Museum der Paläonthologie bestaunen.

_MG_6305-3888x2592

Endlich mal T-Rex in Lebensgröße sehen!

_MG_6252-3888x2592

Beeindruckende Exponate.

_MG_6309-2592x3888.JPG

Eine Nummer zu groß.

_MG_6313-3888x2592

Felder so weit das Auge reicht und eine schnurgerade Straße.

_MG_6219-3888x2592.JPG

Abenddämmerung auf dem Highway.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Rocky Mountain Road Trip – Teil 3

Nach dem marathonähnlichen Durchqueren der gestrigen Nationalparks sollte es vor Tagesanbruch weiter nach Kamloops gehen, wo wir noch einmal Ausschau nach den wandernden Lachsen im Thompson River halten wollten. Kamloops liegt im Regenschatten der Küstengebirge. Das daraus resultierende semi-aride Klima schlägt sich auch in der Vegetation nieder, so dass hier sogar Kakteenarten gedeihen. Sommertemperaturen von über 40 Grad sind hier keine Seltenheit. In Kamloops treffen der Süd- und Nord-Thompson River aufeinander, daher der „Shuswap“-Indianername „Tk’əmlúps“ – was soviel wie das „Teffen der Wasser“ bedeutet.

_MG_5956-3888x2592

Sonnenaufgang in den „Prärien“ von Kamloops.

In Kamloops angekommen, suchten wir gleich nach einem Parkplatz, wo wir leichten Zugang zum Thompson River hatten. Da es noch ziemlich dunkel war, bemerkten wir erst gar nicht, dass wir uns auf dem Grundstück der Shuswap Indianer befanden!

Leider ließen sich auch im Thompson River keine Lachse beobachten, da muss man wirklich Glück haben und zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein. Unser Auto konnten wir dann gleich in der Shuswap-Indianer-Tankstelle steuerfrei volltanken. Nach einem schnellen Frühstück ging es weiter den Highway 5 Richtung Mount Robson Provincial Park.

_MG_5962-3888x2592.JPG

Schwertransport vor großer Walbrandfläche in unmittelbarer Nähe zum Mount Robson Provincial Park.

_MG_5964-3888x2592.JPG

_MG_5965-3888x2592.JPG

Ankunft im Mount Robson Provincial Park. Mount Robson ist im Hintergrund zu sehen – der Gipfel zeigt sich eher selten ohne Wolken.

Der Mount Robson Provincial Park erstreckt sich im Osten British Columbias vom höchsten Berg der kanadischen Rocky Moutains aus, dem Mount Robson mit 3954 m. Die Erstbesteigung gelang nach einer Reihe von Fehlversuchen einer Alpinistengruppe um den Bergführer Conrad Kain im Jahr 1913. Die Besteigung, insbesondere über die Nordwestroute, bleibt bis heute äußerst anspruchsvoll. Da wir am gleichen Tag wieder Richtung Banff weiter mussten, blieb uns leider nicht sehr viel Zeit, so dass wir uns nur in der näheren Umgebung etwas umschauten.

Zurück ging es dann über die Traumstraße des Icefield Parkway Drives, wo wir einige Zwischenstopps, unter anderem am Columbia Icefield einlegten.

IMG_0206.JPG

Neben dem Gletscher am Columbia Icefield. Die Menge an geschmolzenem Eis ist schon erschreckend. Geht die Schmelze in dieser Rasanz weiter, wird wohl kein Gletscherfeld bis 2030/2040 mehr übrig sein!

IMG_0210.JPG

Und auch ein Schwarzbär ließ sich wieder blicken!!! Zur Sicherheit für uns und dem Bär aus entsprechender Entfernung aus dem Auto fotografiert.

Kurze Vorschau für den nächsten Beitrag:

_MG_6241-3888x2592

Es geht in die „Alberta Badlands“

_MG_6252-3888x2592

…ins „Dinosaurer-Museum“!

_MG_6352-3888x2592

…und bis zu 1500 Jahre alte Indianer-Felszeichnungen warten auf uns!