Von Ottawa in das französische Quebec.

Von der Hauptstadt Kanadas ging es nach drei schönen Tagen weiter in den französischsprachigen Teil. Ich hatte einige Sorgen, da meine Französischkentnisse gleich null sind, aber die Mehrheit der Frankokanadier spricht natürlich Englisch. Überquert man die Brücke von Ottawa nach Gatineau ist man bereits nach wenigen Minuten in der Provinz Quebec. Augenscheinlich ist sofort alles in französischer Sprache – die erste Amtsprache des frankokanadischenTeils.
Nach der sogenannten „Stillen Revolution“ in den 1960er Jahren ist Quebec noch französischer geworden, denn Sprachengesetze schreiben die visuelle Vorherrschaft der französischen Sprache vor.
Der Name „Quebec“ stammt von den Algonquin-Indianern, dessen Wort „kebec“ ungefähr „wo der Fluss eingeengt wird“ bedeutet. Diese Beschreibung galt für die unmittelbare Region der Stadt Quebec direkt am Sankt-Lorenz-Strom.
Nach ungefähr 3 Stunden Autofahrt erreicht man Montreal; eine Stadt, die sich der höchsten Konzentration von historischen Gebäuden in Nordamerika rühmt und einst durch den Pelzhandel, den Reichtum für die ehemalige französische Kolonie bereitstellte. Das wohl bekannteste Gebäude in Montreal ist wohl die Basilika Notre-Dame, die wir am ersten Tag besuchten.

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Die Basilika Notre Dame.

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Eindrucksvolle Innenarchitektur, die durch die Sainte-Chapelle, der königlichen Kapelle in Paris beeinflusst wurde.

In der Innenstadt von Montreal treffen alte und moderne Bauten in konträren Formen aufeinander:

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Alter Kirchturm inmitten von Hochhäusern.

Weitere Sehenswürdigkeiten neben der Innenstadt sind der Olympiapark, wo 1976 zum ersten Mal die olympischen Sommerspiele in einer kanadischen Stadt ausgetragen wurden.
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Überblick über den Olympiapark.

Weiter ging es in den fernen Osten Kanadas, nächster Halt Quebec Stadt, der Hauptstadt der neufranzösischen Provinz. Im Jahr 1608 gegründet von Samuel de Champlain, ist sie eine der ältesten Städte Nordamerikas. Desweiteren ist sie aufgrund ihrer erhaltenen Stadtmauern, die einzigste befestigte Stadt im Norden Amerikas. Die historische Altstadt am Sankt-Lorenz-Strom wurde deshalb zu einer UNESCO Welterbestätte ausgezeichnet.

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Blick auf die Altstadt mit dem alles überragenden Hotel Le Chateau Frontenac.

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Der Sankt-Lorenz-Strom ist noch immer teilweise vereist.

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Europäisch-Französischer Flair in den Seitengassen.

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Das französische Erbe ist in Quebec noch lebendig, sei es in den Straßen oder in den vielen Restaurants (die Crepes schmecken hervorragend ;-).

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In der Markthalle „Marche du vieux port“ kann man täglich frische Produkte aus der Region erwerben.

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Im Hintergrund sind ist die alte Stadtmauer zu sehen, das Tor zur Altstadt Quebecs.

 

 

 

Die Zitadelle
Die heutige ca. 16 Hektar große Verteidigungsanlage wurde erst 1831 vollendet, nachdem sie durch die Eroberung der Britischen Armee stark beschädigt wurde. Sie wurde nach dem europäischen Stil der Festungsanlagen im 17. Jahrhundert entworfen, von denen aus über Wälle, Gräben und Mauern hinweggeschossen werden konnte. Noch heute dient sie dem kanadischen Militär und beherbergt das Royal 22nd Regiment, eine französisch sprechende Eliteeinheit.

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Die Zitadelle von Quebec.

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Außerhalb von Quebec lassen sich der 84 m hohe Montmorency Wasserfalls besichtigen.

 

 

 

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Im Osten Kanadas – in der Hauptstadt Ottawa.

Nach dem wundervollen Aufenthalt in Yellowknife sollte es nach einem kurzen Zwischenstopp in Calgary weiter zur kanadischen Hauptstadt Ottawa gehen, um die östliche Hälfte Kanadas zu erkunden. Nicht nur die Parlamentsgebäude sind hier eine Reise wert, die vielen kulturellen Möglichkeiten wie weltbekannte Museen und der Mix aus tradtioneller und moderner Architektur mit viel Grün laden zum Verweilen ein. Vom Holzfällerort, gegründet im 18. Jahrhundert, über Basisstation der Royal British Navy, hat sich Ottawa zum politischen Zentrum Kanadas entwickelt. Königin Victoria hatte Ottawa zur neuen Hauptstadt der damaligen United Province of Canada gewählt, ganz zum Entsetzen der Leute von Quebec und Toronto, deren Stadtstruktur deutlich entwickelter war. Geostrategisch war es im Nachhinein eine gute Entscheidung, da die Stadt vor dem Angriff der Amerikaner geschützt war und zu seiner unmittelbaren Nähe zum französisch-kanadischen Teil in politischen Konflikten beider Seiten vermitteln konnte.

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Das National War Memorial, unterhalb des Parliament Hill.

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„Confederation Square“ – Die kanadische Konförderation und ihre Provinzflaggen.

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Das Parlamentsgebäude mit dem 90 m hohen Peacetower an der Wellington Street.

Am ersten Tag stand zunächst das Parlamentsgebäude auf dem Programm. Hier werden stündlich Führungen in Englischer und Französischer Sprache kostenlos angeboten. Die Tickets dafür kann man sich von der Touristeninformation besorgen, die direkt gegenüber vom Parlament liegt. Nach einer straffen Sicherheitskontrolle, ähnlich der Flughafenkontrolle startet auch sogleich die Führung, die im Foyer des Parlaments beginnt.

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Die kanadische Monarchie: obwohl rechtlich eigenständig, wird Kanada als Teil des Commenwealth durch das britische Königshaus regiert.

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Der kanadische Senat. Im hinteren Bildteil nimmt das britische Königshaus Platz.

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Die Parlamentsbibliothek, wunderschön gestaltet.

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Deckenverzierung in der Bibliothek.

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Überblick über Gatineau und dem Ottawa River vom Peacetower.

Zum Schluss der Führung konnten wir eine Sitzung des Parlaments im „House of Commons“ (Unterkammer) auf den Besucherrängen hautnah mitverfolgen. Leider kann ich hiervon keine Bilder zeigen – alle Gegenstände muss man vorher beim Wachschutz abgeben. Das House of Commons ist dem britischen Unterhaus nachempfunden, wobei sich die Regierung und die Opposition gegenübersitzen. Die Debatte über ein sehr nachteilhaftes Bezahlsystem, was zu einer späten oder gar ausbleibender Bezahlung von Kanadiern führte, wurde teilweise sehr hitzig und emotional geführt – ganz anders als im Deutschen Bundestag.

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Parliaments Hill von der Pont du Portage Brücke aus gesehen.

 

Ottawa hat einige der besten Museen Kanadas und der Welt zu bieten, so konnte ich mir das Canadian Museum of Nature, das Canadian Museum of History, das Canadian War Museum und das Canadian Aviation and Space Museum nicht entgehen lassen:

Das Naturhistorische Museum ist großartig, hier wird die Entstehung des Lebens von Anfang an sehr anschaulich erklärt – von den marinen Cyanobakterien, die den ersten Sauerstoff in die Atmosphäre lieferten, bis zu eindrucksvollen Exponaten heutiger Großsäugerarten (ein Blauwalskelett ist hier in Lebensgröße ausgestellt!).

 

Im Geschichtsmuseum Kanadas widmet man eine ganze Etage den Ureinwohnern, mit einer riesigen Schauhalle, in denen verschiedene Baustile der Indianerstämme originalgetreu nachgebaut wurden. Leider gibt es noch immer viele Nachteile für die Ureinwohner, was im Museum teilweise angesprochen wird. Dargestellt werden z.B. auch die schrecklichen Ereignisse, in denen über 100 Jahre (bis 1998!), Kinder von Ureinwohnern in Zwangs-Umerziehungsanstalten verbracht wurden und ihnen unter miserablen Umständen bzw. Folter  ihre Kultur langsam genommen wurde. Die kanadische Regierung hat besonders unter der jetzigen Regierung versucht, diese schreckliche Geschichte aufzuarbeiten und die Wunden weitgehend zu heilen. Leider ist das Verbrechen an den Ureinwohnern nicht nur ein nordamerikanisches Problem. Eigentlich ist ein Tag in diesem Museum viel zu kurz, um die ganze kanadische Geschichte zu erleben.

 

 

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Das Canadian War Museum befindet sich westlich vom Parliament Hill unweit dem Ottawa River.

Im Kriegshistorischen Museum wird die kriegerische Vergangenheit Kanadas wiederbelebt. Sogar ein Teil der Berliner Mauer ist hier zu sehen.

 

Zu guter Letzt lohnt sich ein Besuch im Aviation and Space Museum. Nirgendwo sonst lassen sich soviele Exponate der kanadischen Luft- und Raumfahrt betrachten. Dargestellt ist hier auch der erste „Canadarm“, der Robotikarm, der es den Spaceshuttlen ermöglichte, Gegenstände im Orbit zu verfrachten und dessen Nachfolger auf der Internationalen Raumstation installiert ist.

 

 

 

Im hohen Norden Kanadas – über Polarlichter und Eisfischen in Yellowknife.

Vor zwei Wochen war es dann endlich soweit – es ging mit dem Flugzeug von Calgary nach Yellowknife, dem Regierungssitz der Northwestern Territories und wohl einer der besten Orte um Polarlichter zu beobachten!

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Die Stadt des „Gelben Messers“.

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Überblick von Yellowknife vom „Bush Pilots Monument“.

Die Stadt befindet sich am Nordufer des Großen Sklavensees, dem mit 614 m tiefsten Sees Nordamerikas. Die kanadischen Ureinwohner in der Yellowknife Region gaben der Stadt ihren Namen, aufgrund ihrer gelblich erscheinenden Kupfermesser. Erst ab 1933 wurde die Region von der kanadischen Regierung kontrolliert. Dafür wurden zahlreiche Polizeistationen der Royal Canadian Mounted Police (RCMP), der kanadischen Bundespolizei, gegründet. Im Kulturmuseum des „Prince of Wales Northern Heritage Centre“ wird dessen Geschichte eindrucksvoll dargestellt. Die im kalten Norden stationierten Polizisten bekamen Unterstützung durch erfahrene Einheimische, ohne die sie auf ihren Erkundungstouren den langen, kalten Winter mit überraschenden Schneestürmen nicht überlebt hätten.

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Ein nachgestellter Hundeschlitten der Royal Canadian Mounted Police.

In der Region gab es zahlreiche Goldminen, die Yellowknife immer wieder mal zu einem kleinem Goldrausch und ansteigenden Bevölkerungszahlen verhalfen. Im Jahr 1991 wurden 300 km nördlich von Yellowknife reichhaltige Diamentenvorkommen entdeckt. Die Bergminen werden im Winter über Eisstraßen versorgt. 90 Prozent des Versorgungsweges mit übergroßen LKWs führen über zugefrorene Seen.

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Fluglandebahn und Eisstraße auf dem Great Slave Lake.

So blieb der Bergbau bis zur heutigen Zeit ein wichtiger Arbeitgeber für die Region, was aber auch eine Reihe von Umweltproblemen mit sich brachte. Für die Identifizierung und Reinigung der wertvollen Gesteine werden zahlreiche hochgiftige Chemikalien eingesetzt, die nicht immer von der Umwelt ferngehalten werden können. Die größten Probleme bereiten Schwefelverbindungen, Schwermetalle (u.a. Arsen, Cadmium, Quecksilber) und chlorierte Kohlenwasserstoffe – Umweltverschmutzungen und eine Anreicherung in der Nahrungskette sind nur einige Beispiele.

Unsere Unterkunft befand sich direkt im indigenen Territorium, so dass der Herbergs-vater als Stammesangehöriger der Dene-Ureinwohner eine Menge zu berichten hatte. Angekommen am Flughafen wurde man stilecht vom Eisbären begrüßt. Dann ging es zunächst zur Autovermietung – Ich war schon ganz gespannt, wie sich das Autofahren im hohen Norden gestaltet mit garantiert vereisten Straßen. Salzstreuen ist bei den dortigen Minustemperaturen von nicht selten bis – 40 Grad nicht mehr möglich. So gab es zur Autostandardausrüstung zugleich die nötige Winterausrüstung mit Verlängerungskabel für die Batterie dazu. Über Nacht muss die Autobatterie hier unbedingt angeschlossen werden. Ich war froh, dass die Autovermietung das Auto schon 10 Minuten voher startete, so dass es bereits einigermaßen warm war. Draußen vor dem Flughafen-Terminal erwartete uns bereits der erste Schneesturm mit eisigen Temperaturen.

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Begrüßung vom Eisbär.

In den nächsten Tagen hieß es dann die Wettervorhersagen, insbesondere der Wolkendichte und der Sonnenwind-Intensität zu beobachten. Die Polarlichter sind in Yellowknife zwar regelmäßig zu beobachten, doch je besser man vorbereitet ist, desto besser werden die Chancen. Mit dem Auto ging es dann auf dem Ingraham Trail entlang zahlreicher Seen. Am ersten Tag war es leider die ganze Nacht zu bewölkt, so dass wir keine Polarlichter entdecken konnten. In den nächsten Tagen sollte das Wetter besser werden, mit nur vereinzelten Wolken im Himmel. Pünklich kurz nach Mitternacht zeigte sich dann dieses wunderschöne Naturschauspiel der tanzenden Nordlichter. Es ist kaum zu beschreiben, wie fantastisch es ist, die ständig wechselnden Farbschleier zu bestaunen.

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Zurück an der Unterkunft, konnten wir hier sogar fast die ganze Nacht über Polarlichter beobachten! Hier scheint fast grüner Rauch aus dem Tipi hervorzusteigen.

Nach einer langen Nachtschicht und Polarlichterträumen ging es wohlgeruht am Nachmittag zum Eisfischen. Gut, dass man sich in Yellowknife ordentliche Wintersachen zum günstigen Preis von Canada Goose ausleihen kann. Diese Arktis-Expeditionssachen hielten selbst bei gefühlten -47 Grad gut warm! Die Netze zum Eisfischen wurden bereits zusammen mit William, einem verwandten vom Herbergsvater, am Vortag ausgelegt.

Der Fang hat sich für uns gelohnt und wurde zu einer wohlschmeckenden Fischsuppe und gebratenem Fisch verarbeitet.

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Bob bei der Fischzubereitung.

An den sehr kalten Tagen bietet das Prince of Wales Northern Heritage Museum einen interessanten Einblick in die Geschichte der Northwestern Territories Kanadas.

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Dieses Boot wurde von Ureinwohnern aus Holz und Elchhaut gefertigt.

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Traditionelle Bekleidung.

 

Im nächsten Beitrag geht es in zu einer kleinen Städtereise in den südlichen Osten Kanadas, von der Hauptstadt Ottawa bis nach Quebec an den Sankt Lorenz Strom.

Eis-/ Schneekunst in Banff und Lake Louise

Am 18. bis 28. Januar gab es in Banff einige sehenswerte Schneeskulpturen zu bewundern. Dazu trafen sich einige der besten Schneebildhauer Kanadas, um diese schönen Kunstwerke aus den Schneeblöcken zu zaubern.

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Edmonton Ice Castles.

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Edmonton – das Tor zu Kanadas Norden.

Am 4. und 5. Januar war ein Besuch in Alberta’s Hauptstadt geplant. Hier luden die sogenannten Eisburgen („Ice Castles“) zu einem wahrhaft magischen Besuch ein.

Die Idee solche Eisburgen zu erschaffen, wurde von einem US-amerikanischen Unternehmen begründet – Edmonton wurde die erste kanadische Stadt in der diese Burgen installiert wurden. Dabei werden nur Wasser und Eiszapfen eingesetzt und man braucht natürlich eine längere Zeit sehr kalte Temperaturen, wofür Edmonton gute Voraussetzungen bietet – mit zum Teil unter -30 Grad in den letzten Wochen. Die Kunstwerke können sich wirklich sehen lassen. Eine atemberaubende Kulisse ist entstanden.

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Als kleiner Abstecher soltte es dann zum größten Shopping Center Nordamerikas gehen. Ich bin eigentlich gar kein Freund von Shopping Centern, aber diesen Wahnsinn musste ich mir einmal persönlich anschauen. Im besagten Großraumladen gibt es wirklich allerhand zu entdecken, nicht nur zum shoppen. Um die Leute bei Shoppinglaune zu halten gibt es sogar eine Eislaufarena, ein riesen Schwimmbad und ein Kapitän hat sich hier auch mit seinem alten Holzschiff verfahren.

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Santa Claus Parade und ein Besuch bei der Geburtstätte der kanadischen Nationalparke.

Nun hab ich schon länger nichts mehr von mir in diesem Blog hören lassen und so schnell neigt sich das Jahr 2017 auch dem Ende entgegen. Ich hoffe ihr hattet eine schöne Weihnachtszeit! Die Weihnachtsvorfreude begann in Banff bereits Mitte November, wo eine Santa Claus Parade veranstaltet wurde:

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Die Wagen reihen sich in die Kolonne.

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Santa Claus XXL.

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Interessante Wagenkonstruktionen.

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Die Weihnachtsfeuerwehr kommt angefahren.

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Die Nationalparkbehörde des Banff Nationalparks hatte ihren Umzugswagen mit dem weihnachtlich geschmückten Wappentier, dem Biber, auffahren lassen.

Tausende Menschen standen entlang der Hauptstraße, um den Umzug beizuwohnen.

Mitte Dezember ging es dann zu den Banff Cave and Basin, dem Ursprungsort von Banff und dem ersten Nationalpark Kanadas. Die Unterwasserhöhle mit heißer Quelle war den heimischen indianischen Stämmen lange vor der Entdeckung im Jahre 1859 bekannt, als James Hector auf der Palliser Expedition die Quelle zum ersten Mal schriftlich erwähnte. Nationales Aufsehen erregten aber erst Mitarbeiter der Canadian Pacific Railways, die mit Hilfe eines Baumes zu der Quelle abstiegen und eine Geldeinnahmequelle witterten. Um einen Privatanspruch anzumelden wurde eine kleine Hütte neben dem Eingang errichtet. Der Versuch die Fläche privatisieren zu wollen, wurde zugleich von der Regierung unterbunden. So kam es, dass das erste Schutzgebiet um die Stätte errichtet wurde – der Ausgangspunkt für das kanadische Nationalparksystem war damit gelegt.

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Banff Cave and Basin.

1914 wurde eine Badestätte errichtet, die heißes Wasser aus den Quellen ableitete. Diese war bis zum Jahr 1994 im Betrieb.

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Die historische Badeanstalt wurde bis heute erhalten.

In den Nebengebäuden sind nun ein Museum untergebracht, welches die geologische Entstehung und die Entwicklung von Banff beschreibt.

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Museumshalle im Nebeneingang.

Eine Besonderheit der heißen Schwefelquellen: hier kommt die sogenannte „Banff springs snail“ (Banff-Quellen-Schnecke) vor – sie ist weltweit einzigartig. Zu sehen ist sie aber kaum, die größten Schnecken werden nur bis zu 1 cm groß. Die Schneckenart wurde erst im Jahr 1926 entdeckt. Seit dieser Zeit ist ihre Population stark zusammengeschrumpft. Mit der Schließung des Badebetriebes haben sich die Zahlen langsam wieder erholt.

Ich wünsche allen ein gesundes und erfolgreiches Neues Jahr 2018!

 

 

 

Erste Wintereindrücke.

Der Winter kommt recht schnell in den Rocky Mountains, so dass wir schon Mitte Oktober kurzzeitig 15 cm Schnee bekamen. Die waren aber in den nächsten warmen Tagen rasch wieder geschmolzen. Kurzzeitig hatten wir im Oktober unter -20 Grad. Das ist mal was anderes im Herbst! Ich mag den Winter und den Schnee, doch leider war der goldene Herbst – meine liebste Jahreszeit – dann etwas zu kurz für mich. Die ersten Wintereindrücke:

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Der Tunnel Mountain (Sleeping Buffallo) im ersten Schnee.

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Der Peyto-Lake: Kristallklares Wasser vor grandioser Bergkulisse.

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Columbia Icefield nach dem ersten Schneesturm des Jahres. Das Gletschereis ist nun nicht mehr zu sehen.

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Dickhornschafe auf der Futtersuche.

Rocky Mountain Road Trip – Teil 4

Zurück in Banff erholten wir uns erst einmal kurz von der recht langen Autoreise – in den letzten Tagen hatten wir eine gute Strecke zurückgelegt!

In der unmittelbaren Umgebung von Banff gibt es unzählige Wanderungen und Tagesausflüge. Einen Tag sollte es in die nächste Ortschaft, genauer gesagt nach Canmore gehen, wo es im Grotto Canyon bis zu 1500 Jahre alte Felszeichnungen (die Altersdatierungen variieren von Quelle zu Quelle) der Ureinwohner Kanadas zu bestaunen gibt.

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Der Wanderweg führte vom Parkplatz aus zunächst in ein trockenes Flussbett. Hier ist zur Schneeschmelze bestimmt einiges in Bewegung.

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Eingang zum Canyon.

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Eine Vielzahl von Besuchern haben „Steinmenschen“ errichtet.

Die Felszeichnungen liegen relativ am Ende des Canyon, bevor es zu einem kleinen Wasserfall geht, der in der Winterzeit ein beliebtes Ausflugsziel für Eiskletterer ist.

Erstaunlicherweise sind die Felszeichnungen (Piktographen) nicht abgesperrt und frei zugänglich! Die Malereien sind schon ziemlich ausgebleicht, bedenkt man aber den Zeitraum und die wohl vielen Berührungen der Besucher, ist der Zustand sehr gut. Die Piktographen in der Region geben den Historikern noch immer einige Rätsel. Die Figuren zeigen eine tiefe spirituelle Verbindung zur Natur im Bow Valley Gebiet, welche sich in den Tier-Mensch-Bildern widerspiegelt.

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Eine besondere Kiefernart gibt es hier auch zu sehen: Die Nevada-Kiefer (Pinus flexilis).

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Auf dem Rückweg hatten wir einen herrlichen Blick auf Canmore mit einer fantastischen Herbstfärbung.

Alberta Badlands

Am nächsten Tag ging es dann Richtung Calgary, wo wir uns eine besondere Landschaftsausprägung anschauen wollten: Die „Alberta Badlands“.  Die sogenannten Badlands entstehen, wenn leicht erodierbare Sedimentgesteine wie Schiefer, Schluff und Sandstein den Naturkräften ausgesetzt sind.

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Einfahrt in die „Badlands“.

Die Landschaft ist phänomenal, solche Strukturen hatte ich bis dato noch nicht gesehen. Fast als ob man auf einem anderen Planeten gelandet ist. Großteile der Badlands in Alberta entstanden zum Ende der späten „Wisconsin“-Eiszeit vor 14.000 Jahren, als die Eisdecken rasant abschmolzen und das schlagartig verfügbare Gletscherwasser die Landschaft förmlich einschnitt. Die Resultate lassen sich an den steilen Talwänden im Red Deer-Flusstal erkennen, wo das Wasser die weichen oberen Kreidegesteine abtrug.

Eine besondere Gesteinsform sind die „Hoodoos“, die wie versteinerte Menschen mit einem überdimensionierten Kopf aussehen.

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Einige „Hoodoo“-Menschen.

Die Hoodoos werden durch besondere Erosionsprozesse hervorgerufen, wobei der obere Bereich aus schlechter erodierbarem Gestein besteht, im Gegensatz zum restlichen Körper. Dadurch wird der „Körper“ deutlich schneller zersetzt und es enstehen die Steinmenschen. Die Hoodos lassen sich vor allem in der Nähe zu Flüssen finden.

Nicht nur die außergewöhnliche Landschaft ist hier sehenswert, die Alberta Badlands sind desweiteren ein Traum für jeden Dinosaurier-Fan! Hier wurden bis heute einige der bedeutensten Fossilienfunde der Welt gemacht. So gibt es hier auch einen Dinosaurier-Trail, den man mit dem Auto abfahren kann. Führungen zu den Ausgrabungsstellen werden aber leider nur im Sommer bis zum Frühherbst angeboten, so dass wir dafür etwas zu spät vor Ort waren.

Zum Glück kann man eine Vielzahl der gefundenen Exponate im berühmten Royal-Tyrrell-Museum der Paläonthologie bestaunen.

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Endlich mal T-Rex in Lebensgröße sehen!

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Beeindruckende Exponate.

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Eine Nummer zu groß.

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Felder so weit das Auge reicht und eine schnurgerade Straße.

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Abenddämmerung auf dem Highway.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Rocky Mountain Road Trip – Teil 3

Nach dem marathonähnlichen Durchqueren der gestrigen Nationalparks sollte es vor Tagesanbruch weiter nach Kamloops gehen, wo wir noch einmal Ausschau nach den wandernden Lachsen im Thompson River halten wollten. Kamloops liegt im Regenschatten der Küstengebirge. Das daraus resultierende semi-aride Klima schlägt sich auch in der Vegetation nieder, so dass hier sogar Kakteenarten gedeihen. Sommertemperaturen von über 40 Grad sind hier keine Seltenheit. In Kamloops treffen der Süd- und Nord-Thompson River aufeinander, daher der „Shuswap“-Indianername „Tk’əmlúps“ – was soviel wie das „Teffen der Wasser“ bedeutet.

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Sonnenaufgang in den „Prärien“ von Kamloops.

In Kamloops angekommen, suchten wir gleich nach einem Parkplatz, wo wir leichten Zugang zum Thompson River hatten. Da es noch ziemlich dunkel war, bemerkten wir erst gar nicht, dass wir uns auf dem Grundstück der Shuswap Indianer befanden!

Leider ließen sich auch im Thompson River keine Lachse beobachten, da muss man wirklich Glück haben und zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein. Unser Auto konnten wir dann gleich in der Shuswap-Indianer-Tankstelle steuerfrei volltanken. Nach einem schnellen Frühstück ging es weiter den Highway 5 Richtung Mount Robson Provincial Park.

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Schwertransport vor großer Walbrandfläche in unmittelbarer Nähe zum Mount Robson Provincial Park.

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Ankunft im Mount Robson Provincial Park. Mount Robson ist im Hintergrund zu sehen – der Gipfel zeigt sich eher selten ohne Wolken.

Der Mount Robson Provincial Park erstreckt sich im Osten British Columbias vom höchsten Berg der kanadischen Rocky Moutains aus, dem Mount Robson mit 3954 m. Die Erstbesteigung gelang nach einer Reihe von Fehlversuchen einer Alpinistengruppe um den Bergführer Conrad Kain im Jahr 1913. Die Besteigung, insbesondere über die Nordwestroute, bleibt bis heute äußerst anspruchsvoll. Da wir am gleichen Tag wieder Richtung Banff weiter mussten, blieb uns leider nicht sehr viel Zeit, so dass wir uns nur in der näheren Umgebung etwas umschauten.

Zurück ging es dann über die Traumstraße des Icefield Parkway Drives, wo wir einige Zwischenstopps, unter anderem am Columbia Icefield einlegten.

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Neben dem Gletscher am Columbia Icefield. Die Menge an geschmolzenem Eis ist schon erschreckend. Geht die Schmelze in dieser Rasanz weiter, wird wohl kein Gletscherfeld bis 2030/2040 mehr übrig sein!

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Und auch ein Schwarzbär ließ sich wieder blicken!!! Zur Sicherheit für uns und dem Bär aus entsprechender Entfernung aus dem Auto fotografiert.

Kurze Vorschau für den nächsten Beitrag:

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Es geht in die „Alberta Badlands“

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…ins „Dinosaurer-Museum“!

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…und bis zu 1500 Jahre alte Indianer-Felszeichnungen warten auf uns!

Rocky Mountain Road Trip – Teil 2

Anfang der Zweiten Woche sollte es Richtung Shuswap Lake in British Columbia gehen, um den Pazifik-Lachsen bei der Wanderung zu ihren Laichgewässern zuzuschauen. Die Route führte uns auf den Highway 1 durch die Nationalparke Yoho, Glacier und Revelstoke, wo auf uns einige interessante Zwischenstops warteten. Früh am Morgen ging es los Richtung Brithish Columbia über den Kicking Horse Pass, der Grenze zwischen dem Yoho und Banff Nationalpark im Osten.

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Eingang zum Yoho Nationalpark.

Der Yoho Nationalpark sollte relativ schnell durchquert werden, da wir in den vorigen Tagen hier bereits am Emerald Lake und bei den Takkakaw Wasserfällen waren. Die Grenzen der Nationalparke sind in dieser Region fließend, so dass das nächste Großschutzgebiet schnell erreicht wurde.

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Wilkommen im Glacier-Nationalpark! Die Gletscher sind in der Ferne schon gut zu erkennen.

Im Glacier-Nationalpark gab es den ersten interessanten Zwischenstopp beim „Hemlock-Grove-Boardwalk“. Hier gibt es etwas ganz besonderes zu sehen: den einzigen Inland-Hemlocktannen/Thuja-Regenwald der Welt! Normalerweise ist es in dieser Region deutlich zu trocken für ein günstiges Gedeihen dieser Baumarten, die typische Vertreter der Küstenregenwälder an der Westküste sind. Möglich machen es die Columbia Mountains, die den Regen vom Pazfischen Ozean abfangen und in dieser Region einen „Nässegürtel“ bilden. Hinzukommen reichliche Wassermengen zur Schneeschmelze.

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Hemlocktannen-/Lebensbaumbestand wie an der kanadischen Westküste. Leider keine urigen Altbestände wie man es sich vorstellt, da gerade an den Hauptverkehrswegen, die Wälder stark genutzt wurden. Dennoch lassen sich hier einige bis zu 350 Jahre alte Exemplare finden.

Nach ca. einer halben Stunde Autofahrt wurde auch der nächste Nationalpark erreicht – Mount Revelstoke Nationalpark.
Hier hatten wir uns das nächste Umweltbildungsobjekt vorgenommen, wo man fast 600 Jahre alte Riesenlebensbäume bestaunen kann. Auf einem Holzbohlenpfad wird einem außerdem das Ökosystem Wald vorgestellt.

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Im Thuja-Wald.

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Ein farbenprächtiger Vogel: Der Diademhäher.

Kurz nach Revelstoke gelangten wir zum Three Valley Lake in den Monashee Bergen. Hier wurde eine „Geisterstadt“ originalgetreu nachgebaut und viele alte Häuser, u.a. Saloons, Kirchen und alle möglichen Antiquaritäten aus vergangener Zeit zusammengestellt.

 

Nach der eindrucksreichen Geschichtsstunde ging es dann weiter zum Shuswap Lake, wo wir an den Zuflüssen die Lachswanderung beobachten wollten. Leider ist das Jahr 2017 kein besonders gutes Jahr für die Lachsbeobachtung. Prognosen gehen von einer hochaktiven Wanderung aller 4 Jahre aus, wobei Millionen von Lachsen zu ihren Laichgebieten wandern. Der Adams River, ein Zufluss zum Shuswap Lake erreichte so die Rekordzahl von 3,6 Millionen Lachsen im Jahr 2002! Das nächste Großereignis steht somit erst 2018 an. Leider konnten wir ein derartiges Spektakel nicht sehen, da wir auch wohl etwas zu früh am Ort des Geschehens eintrafen und es nur sehr wenige Lachse in diesem Jahr bis zu diesem Punkt geschafft haben. Einige erfahrene Angler der Lachsschutzgesellschaft der Region sprechen gar vom schlechtesten Lachs-Jahr, was sie je erlebt haben!
In der Region kommen 4 Lachsarten vor: Chinook (Königs-), Coho (Silber-), Pink (Buckelkopf-) und Sockeye (Rot-) Lachs. Die Pazifiklachse sind dafür bekannt genau an ihren Geburtsort zurückzukehren, um zu laichen. Dabei legen sie über 1000 km zurück! Die strapazenreiche Reise bleibt nicht ohne Folgen – nach dem hoffentlich erfolgreichen Ablaichen, verenden die adulten Lachse.

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Der Shuswap-Lake bei Salmon Arm.

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Laichplätze im Roderick Haig-Brown Provincial Park.

Einige, leider schon verendete Lachse, ließen sich dann aber noch finden.

Der Shuswap See ist eine wichtige Wohnstätte der Shuswap Indianer (Secwe’pemc), die das Inland von British Columbia bereits seit tausenden von Jahren besiedeln. Die Secwe’pemc waren ein semi-nomadisches Volk, deren Nahrung hauptsächlich aus Fisch, Fleisch, Beeren und Wurzeln bestand. Jede Stammesgruppe hatte ihre eigenen Jagd- und Angelgebiete, die sie jedes Jahr zur entsprechenden Zeit aufsuchten. Im Sommer lebten sie in transportablen Holzhäusern, die im Aufbau den Tipizelten ähneln. Im Winter wurden Grubenhäuser errichtet, die halb im Untergrund verborgen sind. Noch heute leben die Nachfahren am Ufer des Shuswap Sees, wo wir in der Quaaout Lodge zum Abendessen einkehrten.

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Ein wohlverdientes Abendessen: Lachs edel zubereitet und genauso gut geschmeckt.

Im nächsten Beitrag geht es weiter über Kamloops zum Mount Robson Provincial Park.